
Mit 1. September 1991 bin ich in das sgn. "SEKTENREFERAT" übersiedelt. Es war für mich eine große Herausforderung, Vertrautes zu (ver)lassen und mich ohne Einarbeitszeit auf Unbekanntes einzulassen. Seit dem ersten Tag musste ich Auskunft geben über Gruppen, die ich selbst noch nicht kannte. Oft musste ich erst recherchieren, bevor ich zurückrufen konnte.
Langsam wurde mir die "Szene" vertraut durch die vielen persönlichen Begegnungen und die Zusammenarbeit mit österreichischen und deutschen KollegInnen.
Die "Hoch-Zeit" waren die Jahre 1995 bis 1998, mit bis zu 120 Vorträgen pro Jahr und über 1200 Anfragen. Das war die Zeit, als die Politik und die Medien dieses Thema aufgegriffen haben.
Jetzt geht das Interesse zurück, die Qualität der Anfragen ändert sich. Die meisten Anfragen betreffen die esoterischen und die freichristlichen Gruppen, die eine "freie" Weltanschauung versprechen. Die sgn. "Sekten" mit ihrem starren Weltbild sind "out". Dafür kommen immer öfters Anfragen bezüglich Gruppen und Firmen, die Glück, Erfolg und Gesundheit versprechen.
Die ständig sich wechselnde "Szene" hält mich noch immer "jung".